"We don't practice yoga to get better at yoga.
We practice yoga to get better at living."
Hallo Reader,
wie geht es dir? Ein neuer Monat, der Februar - hier in NRW steht Karneval vor der Tür. Wie sieht es bei dir aus, feierst du Karneval? Ich werde mich dieses Jahr mal unter die Jecken mischen, aber nur zur Weiberfastnacht. Ich bin gespannt ... :D
So, nun aber zum Thema des Monats bzw. dieses Newsletters. Diesmal war ich doch etwas länger planlos, über was ich schreiben soll. Bis zur letzten Minute hatte ich verschiedene Themen im Kopf, aber keins hat sich so richtig gut angefühlt. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, euch von einem Erlebnis aus den letzten Tagen zu berichten.
❊ WAS WIR AUF DER MATTE FÜRS LEBEN LERNEN
Ich war im Yogastudio, um meine Stunde zu geben. Die Teilnehmenden des vorherigen Kurses waren noch dabei ihre Matten wegzuräumen. Darunter war eine Teilnehmerin, die früher auch regelmäßig beim Kundalini Yoga bei mir war. Ich habe sie begrüßt und zu meinem Freitagskurs eingeladen, aber erhielt direkt die Antwort, sie mache kein Kundalini Yoga mehr. Ohne dass ich groß fragen musste, hat sie mir auch gleich erklärt, dass es ihr nicht bekommen sei, sie nach der Stunde mehr körperliche Probleme gehabt hätte als vorher und deshalb auch in ärztliche Behandlung sei.
Im ersten Moment war ich etwas geschockt, aber dann auch wiederum dankbar für ihre Offenheit UND vor allem sehr begeistert von ihrer Erkenntnis.
Zum einen hat sie erkannt, dass Kundalini Yoga nicht ihr Yogastil ist. Es gibt so viele verschiedene Stile und es ist völlig ok, nicht alles toll zu finden. Und es kann sich auch ändern. Wir verändern uns, jeder einzelne Tag ist anders, also kann sich auch unsere Praxis ändern.
Außerdem hat sie auf ihren Körper gehört. Das ist etwas, was ich am Anfang einer jeden Yogastunde wiederhole: dein Körper ist dein Lehrer! Ich sehe alle nur von außen und kann da zwar das ein oder andere ablesen, aber wie sich eine Haltung oder Übung für dich anfühlt, das spürst nur du. Auch hier kann jede Yogastunde anders sein. Vielleicht hast du an einem Tag so viel Energie, dass alles einfach ist und dir auch das 10. Chaturanga nichts ausmachst. Vielleicht bist an einem anderen Tag aber auch einfach nur müde und möchtest dich bewegen, aber gönnst dir eine Pause in der Kindshaltung mehr. Das ist ok.
Yoga ist kein Leistungssport, sondern im Ursprung eine spirituelle Praxis. Mir ist klar, dass nicht alle zum Yoga kommen, um sich mit der Philosophie des Yoga auseinanderzusetzen. (Das war bei mir auch nicht so und davon kann ich gerne ein anderes Mal erzählen.) Allerdings kann jeder die 60-90 Minuten nutzen, um sich selbst mal näher zu kommen und immer wieder zu fragen:
- Wie geht es mir gerade - körperlich und mental?
- Was brauche ich heute?
- Was würde mir heute gut tun: Ruhe oder Bewegung?
- Was passiert gerade in meinem Körper?
Mich hat dieses kurze Gespräch im Studio daran erinnert, wie viel Mut es braucht, ehrlich hinzuschauen. Und wie wertvoll es ist, sich selbst zu vertrauen, auch wenn es bedeutet, etwas zu verändern.
Genau dafür ist Yoga da: nicht um „besser“ zu werden, sondern um bewusster zu leben. Um uns zu spüren. Um zu lernen, was uns gut tut, und was nicht.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Yogapraxis: nicht die perfekte Haltung, nicht die perfekte Stunde, sondern das Üben von Wahrnehmung, Ehrlichkeit und Selbstfürsorge. Auf der Matte lernen wir, uns zuzuhören. Und dieses Zuhören nehmen wir mit in unseren Alltag. Denn Yoga endet nicht, wenn wir die Matte einrollen. Eigentlich beginnt es dann erst richtig. Auf der Matte üben wir das, was uns im Leben weiterbringt: präsent sein, Grenzen spüren, geduldig bleiben und freundlich mit uns selbst umgehen.
❊ MONATSAUFGABE
Deshalb habe ich als kleine Monatsaufgabe für dich.
Stell dir einmal am Tag (z.B. beim Zähneputzen oder vor dem Schlafen) diese drei Fragen
- Wie geht es mir?
- Was brauche ich?
- Was wäre heute liebevoll für mich?
Dann nimm deine Antwort ernst – auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist.
❊ YOGA IM FEBRUAR
Üben kannst du mit mir im Februar in persona zu den gewohnten Zeiten und online am 16.02. zum Neumond im Sternzeichen Fische. Wir werden uns wieder bewegen, meditieren, reflektieren und unsere Intentionen für diese Mondphase setzen. Wenn du Interesse hast dabei zu sein, dann sag mir gerne Bescheid indem du auf diese E-Mail antwortest.
Auch der Yoga & Hiking Retreat in Spanien rückt immer näher. Möchtest du dabei sein? Dann klick auf das Bild. Hast du noch Fragen? Dann melde dich gerne jederzeit.
Alle Termine findest du hier:
Anmelden kannst du dich wie immer für die Online-Yogastunde indem du auf diese E-Mail antwortest oder die 15 Euro* pro Stunde über Paypal mit dem entsprechenden Datum im Betreff zahlst.
Viele Grüße,
Monika
*Jeder ist willkommen und niemand wird auf Grund fehlender finanzieller Mittel abgewiesen. Wenn du also teilnehmen möchtest und finanzielle Unterstützung benötigst, sende mir bitte eine E-Mail an hallo.yogamitmonika@gmail.com.
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